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Empfehlungen

Das zweite Modul zeigt Wege auf, wie inklusive Bildung und Schulentwicklung gefördert sowie interprofessionelle Zusammenarbeit und die Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Schüler:innen (Students’ Agency) durch die Umsetzung von Communities of Practice unterstützt werden können. Sie lernen Erfolgsfaktoren kennen und erhalten konkrete Handlungsschritte für den Aufbau und die Etablierung einer CoP an Schulen. 

Nach Abschluss dieses Moduls wissen Sie mehr daüber

  • wie inklusive Bildung gefördert und inklusive Schulentwicklungsprozesse angestoßen werden können,  

  • wie sich die interprofessionelle Zusammenarbeit in Schulen unterstützten und stärken lässt, und

  • wie die Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Schüler:innen (Students’ Agency) gefördert werden kann.

Aktuelle Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus der Fachliteratur zu Erfolgsfaktoren werden vorausgestellt und anhand von Praxisbeispielen aus den Partnerschulen des Projekts veranschaulicht.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf konkreten Handlungsschritten und Empfehlungen für den Aufbau einer Community of Practice an Schulen im Kontext inklusiver Bildung.

Ein ökosystemisches Modell inklusiver Bildung

Das ökosystemische Modell inklusiver Bildung basiert auf ökologischen Ansätzen, insbesondere auf der Ökologischen Systemtheorie von Bronfenbrenner. Er versteht inklusive Bildung als das Ergebnis des Zusammenwirkens verschiedener Einflussfaktoren auf unterschiedlichen Ebenen. Das Modell betont, dass Inklusion ein systemischer Prozess ist, der über die einzelnen Schüler:innen (individuelle Ebene) hinausgeht und sowohl die gesamte Schule als auch ihr gesellschaftliches Umfeld einbezieht. Demnach wird inklusive Bildung nicht allein auf der Ebene der Schule gestaltet, sondern zugleich von gesellschaftlichen, kulturellen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Das Modell verdeutlicht, dass inklusive Bildung auf dem Zusammenspiel dieser verschiedenen Ebenen entsteht und dass nachhaltige Inklusion nur durch systemische Veränderungen erreicht werden kann (Óskarsdóttir et al., 2019). 

Das Modell umfasst die folgenden zentralen Ebenen (Óskarsdóttir et al., 2019, S. 52-54): 

  • Die Individuelle Ebene umfasst die Unterrichtsgestaltung und alle Maßnahmen im unmittelbaren Lernumfeld, die sich direkt auf die Entwicklung und die Lernergebnisse der Schüler:innen auswirken.

  • Die Schulebene konzentriert sich auf die Traditionen, Schulkultur, Werte, pädagogische Grundhaltungen sowie Führungs- und Kooperationsstrukturen innerhalb der Schule.

  • Die Gemeinschaftsebene beschreibt das soziale und gesellschaftliche Umfeld, in das die Schule eingebettet ist.

  • Die Nationale/Regionale Ebene umfassen die rechtlichen, bildungspolitischen und administrativen Rahmenbedingungen, die die Arbeit der Schulen beeinflussen.

Erfolgsfaktoren

Im folgenden Abschnitt werden zentrale Erfolgsfaktoren für die Umsetzung inklusiver Bildung, die Förderung interprofessioneller Zusammenarbeit sowie die Stärkung von Students’ Agency an Schulen vorgestellt.

  • Erfolgsfaktoren für die Inklusive Bildung

    Die internationale Diskussion über die Umsetzung inklusiver Praktiken hat eine Reihe von Faktoren hervorgehoben, die den Erfolg inklusiver Bildung beeinflussen.

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  • Erfolgsfaktoren für Students' Agency

    Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren zur Förderung der Handlungs- und Gestaltungskompetenz (Students’ Agency). Dabei steht im Mittelpunkt, Schüler:innen zu…

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  • Erfolgsfaktoren für interprofessionelle Zusammenarbeit

    Interprofessionelle Zusammenarbeit wird im schulischen Alltag manchmal unterschätzt und kann eine Herausforderung bei der Integration in bestehende Routinen darstellen. Entdecken…

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Erfolgsgeschichten

🎥 In diesem Abschnitt finden Sie vier Praxisbeispiele erfolgreicher Maßnahmen zur interprofessionellen Zusammenarbeit und zur Förderung von Students’ Agency im Kontext inklusiver Bildung.

Konkrete Schritte und Empfehlungen für die Vorbereitung und Umsetzung einer Community of Practice in Schulen

Der Ansatz der Community of Practice (CoP) spielt aus folgenden Gründen eine wichtige Rolle für die inklusive Schulentwicklung

  • CoP geben allen Beteiligten eine Stimme: Der Dialog zwischen unterschiedlichen Akteur:innen, die ihre vielfältigen Perspektiven zu einem gemeinsamen Anliegen einbringen, ermöglicht eine partizipative Zusammenarbeit und gegenseitiges Lernen. .

  • CoP bieten eine Alternative zu klassischen Top-down-Ansätzen: Lösungen werden nicht von außen vorgegeben, sondern gemeinsam von den Mitgliedern der CoP auf Augenhöhe entwickelt, erprobt und umgesetzt. 

  • CoP schaffen einen Raum für gemeinsames Experimentieren und Veränderungen: Dieser Raum ist geprägt von Offenheit für Fragen, Neugier und Vertrauen in die Fähigkeiten aller Beteiligten. Durch Zusammenarbeit und den Austausch von impliziten Wissen (tacit knowledge), also praxis- und kontextbezogenes Erfahrungswissen, entstehen konkrete Lösungen zur Förderung inklusiver Bildung.

Wenn die Mitglieder einer CoP erleben, dass ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, stärken sie sowohl ihre fachlichen Kompetenzen als auch ihr Vertrauen in die Umsetzung inklusiver Praktiken.

Wenger (1998; 2002) beschreibt drei grundlegende Strukturelemente , aus denen eine CoP besteht: Domäne (Domain), Gemeinschaft (Community) und Praxis (Practice). Erst das Zusammenspiel dieser drei Elemente lässt eine CoP entstehen und wachsen (Wenger-Trainer, 2015).  

Zur Veranschaulichung dieser drei miteinander verbundenen Elemente eignet sich das Bild eines Baumes: Der Stamm steht für die gemeinsame Domäne, die Äste symbolisieren die Gemeinschaft und die Früchte stehen für die Ergebnisse der gemeinsamen Praxis

Damit Ihre Community of Practice möglichst viele “Früchte trägt” und ihr Potenzial voll entfalten kann, empfehlen wir vier aufeinander aufbauende Schritte - von der Gründung bis zur erfolgreichen Umsetzung.  

  1. Klicken Sie auf die Buttons, um mehr über die vier Schritte zur Vorbereitung und Umsetzung einer Community of Practice an Ihrer Schule zu erfahren.
  • 1 | Das CoP-Team: Die richtigen Personen an Bord holen

    Um die passenden Personen für eine CoP zu gewinnen, bilden die Initiator:innen zunähcst eine Gruppe in Form eines Kernteams. Dieses Team besteht aus motivierten Personen, die ein…

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  • 2 | Start Sie Ihre CoP: Die ersten Schritte

    Nachdem das Kernteam zusammengestellt wurde, geht es darum, die Grundlage für die Zusammenarbeit zu schaffen. Einige zentrale Aktivitäten helfen dabei, die richtigen…

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  • 3 | Ihre CoP in der Praxis umsetzen: Von der Idee zum Handeln

    Um Ideen erfolgreich in die Praxis umzusetzen, empfehlen wir für jede Community of Practice (CoP) drei zentrale Elemente: ein gemeinsames Ziel festlegen, einen Aktionsplan…

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  • 4 | Ihre CoP zum Blühen bringen: Schaffen Sie nachhaltigen Erfolg

    Eine Community of Practice (CoP) entfaltet ihr Potenzial dann, wenn Zusammenarbeit über bloße Kooperation hinaus hin zu echter Kollaboration wird - getragen von Vertrauen und…

    Weiterlesen

Zusätzliche Ressourcen

Silveira-Maia, M., Neto, C., Sanches-Ferreira, M., Alves, S., Durães, H., Breyer, C., Vandenbussche, E., Boonen, H., Zacharová, Z., Ferková, Š., Schukoff, P., Unterreiner, S., & Teijsen, E. (2025). Mapping CoP for inclusion: a Knowledge Base. Instituto Politécnico do Porto. https://doi.org/10.26537/e.ipp.136  

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