Nach der Einführung werden Sie mehr wissen über
den theoretischen Hintergrund zu den vier Schlüsselkonzepten, und
wie diese Schlüsselkonzepte im I CO-COPE-Kontext definiert und verwendet werden.
Theoretischer Hintergrund
Eine solide theoretische Grundlage ist von entscheidender Bedeutung, um ein gemeinsames Verständnis für die vier Schlüsselkonzepte zu entwickeln.
Aufgrund der Vielfalt der Perspektiven und der historischen und kontextuellen Variationen haben wir einen mehrdimensionalen Ansatz zur Definition der vier Schlüsselkonzepte gewählt.
Mit anderen Worten: Es gibt eine Beschreibung jedes Schlüsselkonzepts entlang von drei Dimensionen:
Ethische Grundlagen und Werteorientierung
Rechtliche und bildungspolitische Rahmenbedingungen
Praktische Umsetzung und empirische Befunde
Die vier Schlüsselkonzepte
Ziel dieser Einführung ist es, eine gemeinsame Wissensbasis zu den folgenden vier Schlüsselkonzepten im Kontext von I CO-COPE aufzubauen.
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Inklusive Bildung
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Interprofessionelle Zusammenarbeit
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Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Schüler:innen (Students Agency)
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Community of Practice
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Klicken Sie auf die Schaltflächen, um mehr über die vier Schlüsselkonzepte der drei Dimensionen zu erfahren.
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Inklusive Bildung
Erfahren Sie mehr darüber, was unter inklusiver Bildung verstanden wird, und entdecken Sie ihre drei Dimensionen.
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Interprofessionelle Zusammenarbeit
Erfahren Sie mehr darüber, wie interprofessionelle Zusammenarbeit durch gemeinsame ethische Grundsätze, unterstützende Maßnahmen und praktisches Engagement Inklusion und…
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Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Schüler:innen (Students' Agency)
Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie auf partizipative Weise mit Schüler:innen zusammenarbeiten können, um deren Eigenverantwortung und Mitgestaltung für Inklusion und Innovation im…
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Communities of Practice
Erfahren Sie mehr darüber, wie Communities of Practice in Ethik, Politik und Praxis eingebettet sind und wie dieser Ansatz zur Förderung und Stärkung von inklusiver Bildung…
Die vier Schlüsselkonzepte im Rahmen des Projekts I CO-COPE
Im folgenden Abschnitt geben wir einen kurzen Überblick darüber, wie wir die vier Schlüsselbegriffe im I CO-COPE Projekt definieren, und wie wir die entsprechende Terminologie in diesem Zusammenhang verstehen und verwenden.
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Klicken Sie auf ein Schlüsselkonzept, um die Informationen zu diesem Schlüsselkonzept ein- und auszublenden.
Inklusive Bildung
Ein inklusives Bildungssystem gewährleistet gleichberechtigte Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen, es respektiert und erkennt die Vielfalt aller Schüler:innen an und fördert ein Zugehörigkeitsgefühl. Im Kontext von I CO-COPE sehen wir Inklusion in der Bildung als einen dynamischen Prozess, der die Teilhabe am Lernen, an der Kultur und an der Gemeinschaft verbessert und gleichzeitig Bildungsbarrieren abbaut. Im Gegensatz zur Integration, die von den Lernenden erwartet, dass sie sich an das bestehende System anpassen, erfordert Inklusion im Bildungswesen Anpassung von Inhalten, Methoden und Strukturen und stützt sich auf Zusammenarbeit zwischen Fachkräften, Familien, Schüler:innen und der breiteren Gemeinschaft, um eine unterstützende Lernumgebung für alle zu schaffen (Ainscow et al., 2006; UNESCO, 2005). Das Projekt I CO-COPE untersucht, wie Sekundarschulen in ihrer inklusiven Schulentwicklung durch den Ansatz der Communities of Practice (CoP) unterstützt werden können.
Klicken Sie hier um eine Visualisierung der Unterschiede zwischen Integration und Inklusion im Bildungswesen zu sehen.
Interprofessionelle Zusammenarbeit
Im Kontext von I CO-COPE folgen wir Borg und Drange (2019, S.252) und verstehen interprofessionelle Zusammenarbeit als gemeinsame interprofessionelle Bemühungen in Teams, um gemeinsam gewünschte Ergebnisse durch gemeinsame Entscheidungsfindung zu erreichen. Wir unterscheiden zwischen "interprofessionell" und "interdisziplinär". Während interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Expert:innen mit gleichem Beruf, aber aus verschiedenen Disziplinen, Bereichen oder Klassen (z. B. verschiedene Klassenlehrpersonen oder Fachlehrpersonen, Sonderpädagog:innen und Regelschullehrpersonen usw.) stattfindet, geschieht interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Expert:innen aus verschiedenen Berufsgruppen.
Klicken Sie hier, um eine Visualisierung des Unterschieds zwischen interprofessioneller Zusammenarbeit und interdisziplinärer Zusammenarbeit zu sehen.
Nach unserem Verständnis bestehen interprofessionelle Teams in Sekundarschulen aus Vertreter:innen verschiedener Berufe und Gruppen, wie z.B. der Schulleitung, Mitgliedern der Schulaufsicht, Klassenlehrpersonen, Schüler:innen, deren Familien, Lehrpersonen für inklusiven Unterricht, Schulassistenzen, Sozialarbeiter:innen, Schulpsycholog:innen, therapeutischen Fachkräften usw.
Zu den angestrebten gemeinsamen Ergebnissen im Hinblick auf die Förderung von Inklusion und die Verbesserung des Wohlbefindens in der Schule gehören sowohl eine Steigerung der Bildungsqualität für alle Schüler:innen als auch Lösungen für die spezifischen Herausforderungen einzelner Lernender. Das Projekt I CO-COPE setzt dabei auf den Ansatz der Communities of Practice (CoP), um diese Ziele zu erreichen.
Klicken Sie hier um eine Visualisierung der Definition der interprofessionellen Zusammenarbeit durch Communities of Practice zu sehen.
Handlungs- und Gestaltungskompetenz von Schüler:innen (Students Agency)
Students’ Agency beschreibt die Fähigkeit von Schüler:innen, eine aktive Rolle in ihrem eigenen Lernprozess zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und ihre Bildungserfahrungen mitzugestalten. Es geht darum, die Schüler:innen zu befähigen, Ziele zu setzen, eigenständig Entscheidungen zu treffen sowie kritisch zu denken und Probleme zu lösen. Die Handlungs- und Gestaltungskompetenz (Students’ Agency) wird durch ein unterstützendes Lernumfeld gefördert, das die Stimmen der Schüler:innen und ihre Selbstbestimmung wertschätzt und sie zur Mitgestaltung und Mitwirkung an der Gestaltung ihres Lernprozesses und ihres Wohlbefindens in der Schule ermutigt. Im I CO-COPE Projekt werden Schüler:innen aktiv in die Community of Practice eingebunden, um ihnen eine Stimme zu geben und ihre gleichberechtigte Teilnahme an (inklusiven) Schulentwicklungsprozessen sicherzustellen.
Communities of Practice
Im Rahmen von I CO-COPE verstehen wir unter Communities of Practice eine Gruppe von Menschen, die eine Leidenschaft oder ein Anliegen teilen und ihr Wissen durch ständige Interaktion vertiefen.
Im Gegensatz zu den traditionellen Lernmodellen, die auf einem Dialog zwischen Expert:innen und Nichtexpert:innen beruhen, stellen Communities of Practice einen transformativen Prozess dar, bei dem alle Teilnehmenden gleichberechtigt sind, ihr Fachwissen und ihre unterschiedlichen, wertvollen Perspektiven einbringen und dadurch voneinander lernen und auf partizipative Weise zusammenarbeiten.
Es gibt drei Hauptelemente in einer Community of Practice (Wenger & Wenger-Trayner, 2015):
DOMAIN bedeutet, einen bestimmten Kontext und ein bestimmtes Ziell zu berücksichtigen, das die Gemeinschaft antreibt
COMMUNITY bedeutet Gedankenaustausch und gegenseitiges Engagement, um Lösungen auf partizipative Weise zu finden
PRACTICE bedeutet, neues Wissen zu schaffen, das in die schulische Praxis umgesetzt wird
Klicken Sie hier um eine Visualisierung der drei Hauptelemente von Communities of Practice zu sehen.
Reflexionsaufgabe
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Sie haben nun eine Menge über die vier Schlüsselkonzepte und darüber gelernt, wie wir sie im Kontext von I CO-COPE verstehen. Wir laden Sie ein, das neu erworbene Wissen auf Ihre persönlichen Erfahrungen zu beziehen.
Klicken Sie auf die untenstehenden Downloadlinks, um eine Tabelle mit den drei Dimensionen für jedes Schlüsselkonzept herunterzuladen. Schreiben Sie für jedes Konzept ein Beispiel aus Ihrer eigenen Erfahrung auf. Beginnen Sie mit Ihrer eigenen Definition des jeweiligen Schlüsselkonzepts.
Die zweite Download-Datei enthält Beispiele und Eindrücke, die in verschiedenen Kooperationsschulen gesammelt wurden.
Zusätzliche Ressourcen
Silveira-Maia, M., Neto, C., Sanches-Ferreira, M., Alves, S., Durães, H., Breyer, C., Vandenbussche, E., Boonen, H., Zacharová, Z., Ferková, Š., Schukoff, P., Unterreiner, S., & Teijsen, E. (2025). Mapping CoP for inclusion: a Knowledge Base. Instituto Politécnico do Porto. https://doi.org/10.26537/e.ipp.136
